Vor der Entscheidung
Häufige Fragen
Aufwand, Daten, Kosten, Ergebnis — und die Punkte, die wir nicht haben. Beantwortet, bevor Sie fragen müssen.
Aufwand und Ablauf
Wie viel Zeit kostet mich der Margin Scan?
Zwei Termine, zusammen zwei bis vier Stunden: ein Briefing von rund einer Stunde am Anfang und ein Ergebnis-Termin von 90 Minuten am Ende. Dazwischen hören Sie eine Woche nichts von uns. Dazu kommt der Aufwand für den Datenexport, den Ihr Team aus dem eigenen System zieht — je nach Systemlandschaft ein bis mehrere Stunden.
Welche Daten brauchen Sie genau?
Rechnungspositionen, Kosten je Auftrag oder Artikel, Konditionen wie Rabatte, Boni und Frachten, dazu Produkt- und Kundenstamm. Als CSV oder Excel, 36 Monate Historie. Sie bekommen vor dem Export eine Checkliste mit den konkreten Feldern — bei SAP inklusive Feldnamen, damit Ihre Key-User nicht suchen müssen.
Brauchen Sie Zugang zu unseren Systemen?
Sie haben die Wahl: ein Export als Excel oder CSV, oder ein rein lesender Zugang, wenn Ihnen das lieber ist. Beides ohne Schreibrechte. Für den Export brauchen wir gar keinen Zugang. Erst in der laufenden Plattform-Stufe wird aus der Wahl eine dauerhafte Anbindung — dann ebenfalls nur lesend und auf die Felder begrenzt, die Sie freigeben.
Wer muss bei uns beteiligt sein?
Jemand, der entscheidet, welche Warengruppe oder welche Kunden wir uns ansehen — meist Geschäftsführung oder Vertriebsleitung. Und jemand, der den Export aus dem System zieht, typischerweise Controlling oder ein Key-User. Ihre IT muss für den Scan nichts freigeben.
Wie lange dauert es, bis wir ein Ergebnis haben?
Eine Woche ab Datenübergabe. Der Ergebnis-Termin liegt direkt danach.
Unsere Daten sind nicht sauber genug.
Das hören wir oft, und es ist selten ein Ausschlusskriterium. Der Scan beginnt mit einem Daten-Audit — er sagt Ihnen also zuerst, was Ihre Daten hergeben. Wo Felder fehlen, arbeiten wir mit dokumentierten Näherungen und weisen sie als solche aus. Und wenn die Datenlage für eine belastbare Aussage nicht reicht, sagen wir das, statt eine Zahl zu erfinden.
Daten und Sicherheit
Was passiert mit unseren Daten?
Sie werden für den Margin Scan verarbeitet und für nichts anderes. Ihre Zahlen liegen in Ihrem Zugang, solange dieser läuft — vier Wochen. Danach löschen wir Zugang und Arbeitskopien. Auf Wunsch bekommen Sie eine schriftliche Löschbestätigung, in der jeder Speicherort einzeln aufgeführt ist — inklusive der ehrlichen Angabe, dass verschlüsselte Backups nicht einzeln durchsucht werden, sondern im regulären Turnus auslaufen.
Wo liegen die Daten?
Ausschließlich in der EU, bei einem europäischen Anbieter. Server, Speicher und Modelle laufen dort — Ihre Auswertungsdaten verlassen den EU-Raum nicht. Ergänzende Dienste, etwa für den Dateiaustausch, laufen ebenfalls in EU-Regionen. Die vollständige Liste — es sind drei — bekommen Sie auf Anfrage, für die Plattform-Stufe als Anlage zum Auftragsverarbeitungsvertrag.
Müssen wir personenbezogene Daten übergeben?
Nein. Der Scan arbeitet auf Geschäftsdaten: Artikel, Mengen, Preise, Kosten, Konditionen. Kundennamen und Vertriebsmitarbeiter ersetzen Sie vor der Übergabe durch Schlüssel — die Zuordnungstabelle bleibt bei Ihnen. Weil damit keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden, ist für den Margin Scan kein Auftragsverarbeitungsvertrag erforderlich. Genau genommen ist das eine Pseudonymisierung und keine Anonymisierung, weil die Schlüssel über alle Dateien konsistent bleiben müssen — deshalb nennen wir es so. Für die laufende Plattform-Stufe schließen wir einen Auftragsverarbeitungsvertrag ab.
Trainieren Sie mit unseren Daten?
Nicht mit Ihren Einzeldaten. Für die Verbesserung unserer eigenen Modelle nutzen wir ausschließlich aggregierte Auswertungen ohne Rückschluss auf einzelne Artikel, Kunden oder Unternehmen. Wenn Sie auch das nicht möchten, halten wir es vertraglich fest.
Gehen unsere Daten in ChatGPT oder ein anderes KI-Modell?
Nein. Wir betreiben unsere Modelle selbst gehostet in eigener EU-Infrastruktur. Es ist kein kommerzieller Modellanbieter eingebunden, und damit ist auch keiner Unterauftragsverarbeiter. Ihre Daten verlassen den EU-Raum nicht.
Haben Sie ISO 27001 oder TISAX?
Nein, und wir tun nicht so, als hätten wir es. Eine ISO-27001-Zertifizierung ist ein Prozess über 12 bis 18 Monate im fünfstelligen Bereich — in unserer Größe nicht seriös darstellbar. Was wir haben: dokumentierte technische und organisatorische Maßnahmen, einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit Anlagen, genau drei Unterauftragsverarbeiter, weil wir Modelle und CRM selbst betreiben — und die Bereitschaft, Ihnen die Architektur in 15 Minuten offenzulegen. Wenn Ihr Einkauf ein bestimmtes Artefakt braucht, sprechen Sie uns an.
Und wenn wir später mit der Plattform arbeiten und die Zusammenarbeit beenden?
Dann exportieren Sie Ihre Daten und alle Auswertungen in offenen Formaten, bevor wir löschen. Die Fristen dafür stehen im Vertrag. Es gibt kein proprietäres Format, in dem Ihre Ergebnisse gefangen wären.
Was passiert bei einem Datenvorfall?
Wir informieren Sie unverzüglich, in der Regel binnen 48 Stunden. Das ist bewusst kürzer als die 72 Stunden, die Sie als Verantwortlicher gegenüber der Aufsichtsbehörde haben — Sie sollen Zeit zum Handeln behalten.
Kosten und Vertrag
Was kostet der Margin Scan?
950 € netto. Ein Festpreis, unabhängig davon, wie viel wir finden. Wenn Sie danach mit der Plattform weiterarbeiten, rechnen wir die Scan-Gebühr vollständig an.
Was kostet die Plattform?
Das hängt von Sortimentsgröße, Datenumfang und Zahl der Standorte ab und wird individuell kalkuliert. Auf Anfrage bekommen Sie ein Angebot — auch schon vor dem Scan, wenn Sie es vorher wissen wollen.
Was passiert, wenn wir nach dem Scan nicht weitermachen?
Dann ist es zu Ende, ohne weitere Kosten. Die Auswertung behalten Sie. Etwa ein Drittel der Scans führt zu keiner Zusammenarbeit — das ist in unserer Planung so vorgesehen und kein Ausnahmefall, für den wir Sie in Erklärungsnot bringen.
Welche Vertragslaufzeit hat die Plattform?
Laufzeit, Kündigungsfrist und Preisanpassung besprechen wir gemeinsam mit dem Angebot. Wir schicken Ihnen den Vertragsentwurf gerne vorab zur Prüfung, bevor Sie sich mit dem Scan festlegen.
Ergebnis und Belastbarkeit
Was bekommen wir konkret?
Ein Standbild einer Pilotwarengruppe zu einem Stichtag: identifiziertes Potenzial, aufgeschlüsselt in konkrete Fälle mit Artikelnummer, Kunde, Zeitraum und Betrag. Dazu die wiederkehrenden Muster in Ihren Daten — Preise, die stehen, während Kosten steigen; Spannen beim gleichen Artikel zwischen Kunden; die Lücke zwischen kalkulierter und fakturierter Marge. Und eine ROI-Projektion mit ausgewiesenen Annahmen. Die vollständige Dokumentation behalten Sie dauerhaft. Zusätzlich bekommen Sie einen eigenen Zugang, in dem Ihre Zahlen liegen — vier Wochen lang, weil wir Ihre Daten danach löschen. Der Zugang lebt von Ihren Zahlen; ohne sie gäbe es nichts zu zeigen.
Was liefern Sie ausdrücklich nicht?
Keine Marktpreisschätzung und keine automatische Preissetzung — beides ist ohne Marktdaten nicht seriös. Wir schreiben auch nichts in Ihr ERP zurück. Und wir sagen Ihnen nicht, welche Abweichung Sie durchsetzen können: Verträge, Rahmenvereinbarungen und Zusagen stehen nicht im Datenauszug. Der Scan arbeitet mit dem, was in den Zahlen steht — er ist ein Nachweis auf einem Ausschnitt, keine vollständige Bewertung Ihrer Preispolitik.
Wie belastbar sind Ihre Zahlen?
Jede Zahl stammt aus Ihren eigenen Rechnungsdaten, nicht aus Benchmarks, und jede lässt sich in Ihren Systemen nachschlagen. Was wir ausweisen, ist identifiziertes Potenzial — nicht realisierter Gewinn. Ob und wie viel davon Sie heben, entscheidet Ihr Vertrieb, nicht unser Modell.
Was, wenn Sie nichts finden?
Bisher haben wir in jeder Auswertung etwas gefunden. Verlassen Sie sich aber nicht auf unser Wort: Fordern Sie eine anonymisierte Case Study an, oder sprechen Sie vorab mit einem unserer Kunden. Den Kontakt vermitteln wir auf Anfrage.
Ihre Frage steht nicht dabei?
Dann stellen Sie sie direkt. Dreißig Minuten, ohne Vorbereitung Ihrerseits.